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Wandern auf dem Traumpfad Waldschluchtenweg

Heute nehme ich Euch wieder mit auf einen der Traumpfade. Dieses Mal haben wir den Waldschluchtenweg auserkoren. Startpunkt des 11,1 km langen Rundwanderwegs ist der Parkplatz Feisternachtbachtal in Vallendar. Bewusst treten wir die Wanderung in die entgegengesetze Richtung an, wollen das Feld quasi von hinten aufrollen.

Zunächst sind meine Cousine und ich eine ganze Weile auf breiten Wegen unterwegs.

Wir starten den Rundwanderweg entgegen der eigentlichen Richtung
Holz halt
Ein kleiner Rastplatz
Vorbei am Bach

Kleiner Fotostopp
Leider ist der Wald Anfang April noch nicht sehr grün.
Wild romantisch

Schließlich erreichen wir einen kleinen See, an dem eine Hütte zu einer Rast einlädt. Wir gehen jedoch links an der Hütte vorbei, um auf einem etwas schmaleren Pfad am Ufer des Baches entlang zu gehen. Hier wird es ein wenig abenteuerlich, denn umgestürzte Bäume versperren immer wieder den Weg. Drüber oder drunter? Das liegt ganz bei Euch.

Die Hütte am See
Meine Wenigkeit mal wieder
Wir lassen Hütte und See hinter uns
Achten auf kleine Schönheiten am Wegesrand…
Ab jetzt geht es…
…drunter…
…drüber…
…und mittendurch.
Vorbei am romantischen Fluss…
…immer wieder mit „kleinen“ Hindernissen.
Wunderschön, nicht wahr?
Dieser Teil der Route gefiel uns am besten. Zu den Gründen später mehr…

Bald kommen wir an eine kleine Brücke und finden auch hier viele schöne Fleckchen vor.

Wir überqueren den Fluß…
…über diese kleine Brücke…
…bewundern die Schönheit des Bachlaufs…
…und sind dabei sehr detailverliebt.

Vor lauter Naturschönheiten haben wir dann wohl einen der Wegweiser verpasst. (Das sollten wir jedoch erst später merken. Viel später.) An dieser Stelle sollte es nach links in weiten Serpentinen den Pfad hinauf gehen und von dort aus zum Saustallkopf und anschließend zum Puschenkopf. Tja, leider verpasst. Denn wir gehen fröhlich geradeaus weiter.

Das Einzige, was uns verwundert, ist der breite Weg. Mit Traum“pfad“ hat das irgendwie nicht viel zu tun.

Dennoch gelangen wir nach kurzer Zeit an die Bembermühle, die einer der Wegpunkte der Wanderung ist. Hier kann man in der Regel auch einkehren, doch zum Zeitpunkt unserer Tour ist die Mühle noch geschlossen. In der Hochsaison wird diese jedoch sicher wieder geöffnet sein.

Empfangen werden wir hier von zwei Schwänen…
…und ein paar Häusern.
Außerdem stehen ein paar Kühe im Bach herum und gucken uns an wie Autos.

Wir lassen das Dörfchen hinter uns und tauchen wieder in den Wald ein.

Hier beginnt der Aufstieg zum Limeswall.
Wir japsen schon nach Luft.

Daher sind wir sehr dankbar, als wir eine Bank entdecken und machen ein paar Minuten Pause. Doch anschließend geht es noch ein kleines Stückchen hinauf.

Weiter geht es durch den Wald…
…und anschließend zwischen Waldrand und Feld, bis wir schließlich den Limeswall erreichen – ein Relikt aus der Römerzeit, das seit 2005 als Weltkulturerbe gilt.

Von hier aus geht es wieder tiefer in den Wald hinein.

Auf schmalen Pfaden wandern wir über knisterndes Blattwerk.
Auch hier hält der Frühling schon Einzug.

Schließlich queren wir eine befestigte Straße. Wir nehmen den Weg oberhalb der Straße (nicht, ohne uns kurz zu verlaufen, weil der Wegweiser nicht eindeutig war) und halten uns rechts.

Nun geht es auf breiten Wegen weiter.
Hier eröffnet sich uns endlich ein schöner Weitblick – leider der einzige.
Wir genießen die Aussicht eine Weile, bevor wir weiterziehen.
Ein Rastplatz – das ist unserer. Zeit für ein kleines Mittagessen! Die kleine Tanne am Tisch ist witzigerweise mit Ostereiern geschmückt.
Ich bin ein wenig k.o. Doch ich werde schnell wieder wach, als ich etwas rascheln höre. Zwei Rehe huschen durch das Geäst. Ein toller Moment!

Gut gestärkt geht es schließlich weiter zum Endspurt. (Zumindest denken wir das.)

Wir tauchen wieder in den Wald ein.
Es folgt in weiten Serpentinen ein Abstieg.
Weiter hinab…

Das letzte Stück, bevor wir unten landen.

Doch als wir unten ankommen, stutzen wir. Hier waren wir doch schon einmal! Erst jetzt kapieren wir, nach langen Überlegungen, dass wir zu Anfang einen Wegweiser übersehen haben. Dort, wo wir gerade runtergekommen sind, wollten wir ursprünglich rauf. Dafür entdecken wir die Waldliege und gönnen uns eine Pause, während wir uns über uns selbst ärgern.

Da können wir nicht nein sagen!
Nur das Aufstehen fällt schwer.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als einen Großteil des Weges doppelt zu laufen. Den ersten Teil der Wanderung (der für uns eigentlich der letzte Teil sein sollte) haben wir dafür komplett verpasst.

Es geht wieder vorbei am Bachlauf, über all die Baumstämme und hier gefällt es uns immer noch am besten. Was vielleicht daran liegt, dass wir die Hälfte nicht gesehen haben. Wer weiß was wir so verpasst haben?

Als wir wieder am Parkplatz ankommen, sind wir eigentlich schon ziemlich kaputt. Allerdings wollen wir auch wissen, ob wir nicht doch ein tolles Highlight verpasst haben. Daher entschließen wir uns, noch ein Stück in die andere Richtung zu laufen.

Der Weg quert die L309 und führt oberhalb des Hillscheider Bachs durch mittelhohen Mischwald vorbei an steilen Felsklippen und den Fischteichen des Tannenhofs.

Der ursprüngliche Startpunkt der Wanderung
Sieht beinahe ein bisschen gespenstisch aus…
Was erwartet uns hier?
Der Hillscheider Bach
Es geht vorbei an hohen Bäumen.

Eigentlich wollen so weit gehen, bis der Weg erneut die L309 quert, um zu sehen was uns dort erwartet. Doch irgendwann geben wir auf. Schließlich müssen wir den ganzen Weg ja auch wieder zurücklaufen.

Erschöpft!
Wir treten den Rückweg an.

Am Ende sind wir mehr als froh, als wir wieder das Auto erreichen. Unser Plan fürs nächste Mal: An den Plan halten! In die richtige Richtung laufen, Wegbeschreibung lesen.

Die Wanderkarte des Waldschluchtenwegs

Eckdaten der Route

  • Schwierigkeit: mittel
  • Strecke: 11,1 km 
  • Dauer: 3:30 h
  • Aufstieg: 296 hm 
  • Abstieg: 296 hm 

Die korrekte Wegbeschreibung findet Ihr hier.

Fazit

Ein schöner Wanderweg, der jedoch dem Namen Traumpfad nicht ganz gerecht wird. Von den anderen Traumpfaden bin ich mehr Abwechslung gewohnt. Dennoch hat dieser Rundweg durchaus seinen Reiz und ist vor allem an warmen Tagen empfehlenswert, da man sich überwiegend im Schatten der Bäume aufhält.

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