Ein Wochenende in Hamburg

Als meine Freundin und ich vor ein paar Jahren gehört hatten, dass das Eiskönigin-Musical nach Hamburg kommen sollte, war uns eines sofort klar: Da müssen wir hin! Dann aber wurde meine Freundin schwanger, und so hatten wir unser Vorhaben auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Vergangenes Jahr hieß es dann plötzlich, das Musical verlässt Hamburg. Nun wurde es aber Zeit!

So kam es dann, dass wir uns Ende August auf den Weg nach Hamburg gemacht haben. Die Kinder waren allesamt gut versorgt, und wir konnten beruhigt nachholen, was wir schon so lange geplant hatten. Mittags erreichten wir schließlich unter Hotel. Untergekommen sind wir im Premier Inn Hamburg City Klostertor.

Nachdem wir unser Gepäck aufs Zimmer gebracht haben, ging es gleich Richtung Innenstadt. In der Nähe des Hotel befindet sich die S-Bahn Station Hammerbrook. Von dort aus erreicht man das Rathaus oder andere zentrale Punkte innerhalb weniger Minuten.

Wir sind am historischen Rathaus ausgestiegen. Dieses beeindruckende Bauwerk wurde in der Zeit von 1886 bis 1897 im Stil der norddeutschen Neorenaissance erbaut. Wer es nicht nur von außen bewundern möchte, kann eine Rathausführung buchen. So oder so solltet Ihr es nicht verpassen, das Rathaus zu bewundern.

Vom Rathaus liefen wir weiter Richtung Speicherstadt. Doch unterwegs brauchten wir dringend eine kleine Stärkung. Deshalb sind wir bei dean&david eingekehrt. Dort bekommt man leckere Bowls, Salate, Curries und andere Snacks. Dafür hatten wir übrigens genau den richtigen Zeitpunkt auserkoren, denn während wir unser Essen genossen haben, fing es an zu regnen. Wir sind erst weitergezogen, als der Regen nachgelassen hatte.

Die Elbphilharmonie war unser nächstes Ziel. Als ich das letzte Mal in Hamburg gewesen bin, befand sich diese noch im Bau. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, das gigantische Konzerthaus in fertigem Zustand bewundern zu können. Über eine scheinbar unendlich lange Rolltreppe kann man kostenlos ins Gebäude gelangen und die Aussicht von oben auf den Hamburger Hafen genießen.

Von dort aus haben wir die nächste Bahnstation angesteuert, sind zurück zum Hotel gefahren, um uns fürs Musical ein wenig frischzumachen. Dann ging es wieder in die Bahn und zurück zu den Landungsbrücken im Hamburger Hafen.

Mit der Fähre ging es einmal über die Elbe hinüber zu den Musical-Theatern. Von dort aus eröffnete sich uns noch mal ein toller Blick auf die Elbphilharmonie. Ich bin fasziniert von diesem Bauwerk.

Dann aber ging es endlich ins Eiskönigin-Theater, das inzwischen das neue Michael Jackson-Musical beheimatet. Bevor es losging, haben wir uns noch ein leckeres Getränk gegönnt und im Anschluss die wirklich wundervolle Show genossen. Die Umsetzung und das Bühnenbild haben mich echt beeindruckt. Musik und Gesang sorgten immer wieder für Gänsehautmomente. Ich kann jedem – ob Disney-Fan oder nicht – einen Besuch von Die Eiskönigin wirklich ans Herz legen. Momentan gastiert das Musical in Stuttgart.

Nach mehr als 13.000 Schritten, die wir an diesem Tag zurückgelegt haben, sind wir hundemüde ins Bett gefallen. Aber über die 13.000 würden wir am nächsten Tag noch lachen.

Wir haben den neuen Tag mit einem ausgedehnten Frühstück begonnen. Das Buffet im Hotel bot alles, was man für einen guten Start in den Tag braucht. Da wollte man eigentlich viel länger sitzen bleiben und sich durchschlemmen. Aber wir hatten andere Pläne.

Unser erstes Ziel an diesem sonnigen Samstag: Der Hamburger Michel.  Wir wollten hinauf auf den Turm der Hauptkirche St. Michaelis, weil die Aussicht von dort oben einfach gigantisch ist. Allerdings ist es auch meistens recht windig in diesen luftigen Höhen. Nach oben haben wir übrigens den Aufzug genommen, auf dem Weg nach unten die Treppen. Das kann ich empfehlen, weil man so auch einen Blick auf die Glocken werfen kann.

Gleich im Anschluss besuchten wir die Krameramtsstuben, die älteste Reihenhaussiedlung Hamburgs. Dort haben wir auch ein klitzekleines Museum entdeckt: Die Kramer-Witwen-Wohnung. Hier bekommt man einen Einblick in das Leben von damals, denn die Wohnung ist heute noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Diese ist mit original Mobiliar des 19. Jahrhunderts aus Hamburger Krämerhaushalten bestückt. Und die Museumsleiterin ist unfassbar nett und hat uns viele interessante Dinge über das Leben in diesem Viertel erzählt.

Eine kleine Pause mussten wir uns gönnen, als wir von einer Brücke aus die winzige Sonnenterrasse des Whiskyplaza & Altstadt Restaurants am Fleet entdeckten. Die Whiskeysammlung ist wirklich beeindruckend und unser Platz am Wasser sehr gemütlich. Ein kühles Getränk und ein bisschen die Seele baumeln lassen, tut verdammt gut, wenn man so viel läuft.

Die Speicherstadt zog uns auch an diesem Tag wieder magisch an. Die Hamburger Speicherstadt ist ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Wo einst Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Teppiche gelagert und verarbeitet wurden, beherbergen die alten, roten Backsteingebäude heute Museen, Galerien, Restaurants und Büros. Dieser Ort hat eine ganz besondere Atmosphäre.

Zu einem späten Mittagessen sind wir im Hamburger Stadtkrug eingekehrt, wo man leckere deftige Gerichte serviert bekommt. Meine Portion war üppig, sodass ich leider nicht alles aufessen konnte, so gern ich auch gewollt hätte.

Nach dieser Stärkung ging es für uns zum alten Elbtunnel. Zunächst liefen wir die Treppen hinab, um anschließend den Tunnel zu durchqueren. Auf der anderen Seite der Elbe verweilten wir ein wenig und genossen den Blick auf den Hamburger Hafen, bevor es durch den Tunnel wieder zurückging.

Inzwischen hatten wir uns echt müde gelaufen und suchten einen Ort, an dem wir eine Pause machen konnten. Doch die meisten Restaurants in Hafennähe waren hoffnungslos überfüllt. Also liefen wir weiter und kamen unterdessen erneut an der Elbphilharmonie vorbei.

Schließlich fanden wir ein gemütliches Plätzchen am Wasser bei der KaiserPerle Hafen City. Tische gibt es nur draußen, aber das Wetter war auf unserer Seite. Ich probierte meinen ersten Wildbeery Lillet, der überraschend gut geschmeckt hat. Dazu gab es einen kleinen Brotkorb mit verschiedenen Dips.

Dummerweise mussten wir irgendwann weiterlaufen, ganz gleich wie schwer unsere Beine waren. Inzwischen ging die Sonne bereits unter, und nach stolzen 27.732 Schritten erreichten wir schließlich wieder unser Hotel. Und so neigte sich unser Kurztrip nach Hamburg bereits dem Ende zu.

Bevor wir am nächsten Morgen unsere Heimreise antraten, machten wir noch einen Abstecher in die Fischbecker Heide. Eine kleine Wanderung durch die Natur musste noch drin sein. Die Betonung liegt auf „klein“, denn gelaufen sind wir in den vergangenen beiden Tagen nun wirklich genug. Die Heide sieht zur Blütezeit wirklich wunderschön aus. Sie liegt etwas außerhalb von Hamburg, doch der Weg lohnt sich. Mehr zu unserer Wanderung erfährst Du hier.

Fazit

Eine Reise nach Hamburg lohnt sich immer wieder. Inzwischen war ich fünfmal dort – und sicher nicht zum letzten Mal. Warum für diese Stadt die Redewendung „Hamburg, meine Perle“ genutzt wird, ist offensichtlich. Hamburg ist eben einfach wunderschön!

Video

Ein paar bewegte Bilder aus Hamburg.

2 Gedanken zu “Ein Wochenende in Hamburg

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