Nach mehr als zwölf Jahren das erste Mal wieder allein zu zweit über Nacht weg? Was wir uns lange vorgenommen hatten, wurde endlich in die Tat umgesetzt. Die Kinder waren bei Oma gut aufgehoben, sodass wir uns an einem milden Samstag im September entspannt auf den Weg in die belgischen Ardennen machen konnten. Ich hatte ein straffes Programm geplant – aber wann bietet sich eine solche Gelegenheit schon mal? Die Zeit musste voll ausgekostet werden.
Wanderung Le Hérou
Der erste Punkt auf der Tagesordnung: Eine Wanderung zur Felsformation Le Hérou. Der Weg führte uns zunächst durch ein Wohngebiet, bevor wir in den Wald eintauchten und es von da an etwa eineinhalb Kilometer nur bergab ging. Dann führte uns ein felsiger Pfad etwa drei Kilometer am Ufer der Ourthe entlang – eine „lustige“ Kletterpassage mit nicht mehr intakten Halteseilen inbegriffen.
Als wir das Flussufer verließen, war erneut eine Kraxelpassage angesagt. Die war aber so steil, dass ich am liebsten gestreikt hätte. Denn das Dumme war: Eine unendlich lange Reihe von Wettläufern musste ebenfalls dort hinauf. Und ich wusste, ich würde sie aufhalten. Höhenmeter sind nämlich absolut nicht mein Ding. Weil ich dabei jedes Mal Schnappatmung bekomme und immer wieder kleine Verschnaufpausen einlegen muss, komme ich nur extrem langsam von der Stelle. Aber der Menschenstrom riss nicht ab, sodass ich mich irgendwann schließlich einreihen musste. Mit Hilfe einer Kette hievten wir uns den steilen Felsenpfad hinauf. Ihr könnt mir glauben: Ich war heilfroh, als ich oben angekommen war und bedauerte diejenigen, die ich durch mein Schneckentempo ausgebremst habe.
Aber der schweißtreibende Aufstieg hat sich gelohnt. Die Aussicht vom Le Hérou war wirklich atemberaubend schön. Zu meiner Überraschung ging es von da an jedoch immer weiter bergan, bis zu unserem Ausgangspunkt. Der letzte Kilometer hatte es also echt in sich. Aber schön war es trotzdem.
Wanderoute
Alle Infos zu der knapp 6,3 Kilometer langen Tour findest Du hier auf Komoot.
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Schaut Euch auch das Video an, um weitere Eindrücke zu sammeln.
Durbuy
Am frühen Abend ging es weiter nach Durbuy. Dieses kleine Städtchen ist Romantik pur. Der mittelalterliche Stadtkern mit seinen engen gepflasterten Gassen, die von steinernen Häusern gesäumt werden, ist einfach wunderschön anzusehen. Kleine Geschäfte und gemütliche Restaurants laden zum Bummeln und Verweilen ein.
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Hier kommen ein paar Impressionen für Euch.
Parc de Furfooz
Am nächsten Morgen ging es schon früh zum Parc de Furfooz. Auf dem dreieinhalb Kilometer langen Rundweg durch das Naturreservat läuft man durch wunderschöne Natur, vorbei an Felswänden und durch Höhlen. Dabei kann man immer wieder wunderschöne Ausblicke genießen.
Tickets und weitere praktische Infos findet Ihr hier.
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Schaut auch hier vorbei.
Château de Walzin
Ein weiterer kleiner Spaziergang erwartete uns im Anschluss. Während der rund 2,7 Kilometer langen Tour boten sich uns traumhafte Ausblicke auf das Château de Walzin. Das Schloss wurde auf einem fünfzig Meter hohen Felsen an einer Flussschlinge der Lesse errichtet. Im 13. Jahrhundert erbaut, im 16. Jahrhundert zerstört und verfallen, begann im 19. Jahrhundert der Umbau der Anlage. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und kann daher leider nicht besichtigt werden. Aber allein, es von außen zu betrachten, ist absolut lohnenswert.
Wanderroute
Infos zur Tour findest Du hier.
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Dinant
Weiter geht es nach Dinant, einer Stadt am Ufer der Maas, aufgebaut vor einer imposanten Felswand. Die farbenfrohen Häuser, die sich entlang der Maaspromenade aufreihen, beherbergen jede Menge gemütliche Restaurants. Hoch über der Stadt thront die Zitadelle. Diese kann besichtigt werden und entweder über eine Treppe oder mit der Seilbahn erreicht werden. Übrigens kommt der Erfinder des Saxophons, Adolphe Sax, aus Dinant, was sich in Form von kunterbunten Saxophon-Skulpturen in der ganzen Stadt widerspiegelt.
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Ein paar Eindrücke aus Dinant.
Namur
Die Hauptstadt der belgischen Region Wallonien stand ursprünglich nicht auf unserem Plan. Aber wir haben da dieses Ding, dass wir, wann immer ein Pizza Hut-Restaurant in der Nähe ist, dort essen gehen müssen. Und in Namur haben wir nun mal ein solches gefunden. Das hat sich nicht nur der Pizza wegen gelohnt, denn Namur ist eine hübsche Stadt, die durchaus einen Besuch wert ist. Auch hier befindet sich eine mittelalterliche Festung oberhalb der Stadt, welche unter anderem mit der Gondel erreichbar ist. Leider war unsere Zeit zu knapp, um uns in aller Ruhe umzusehen, was sehr schade war.
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Fazit
Ein einziges Wochenende ist meiner Meinung nach viel zu kurz, um diese wunderschöne Region unseres Nachbarlands zu erkunden. Die Natur ist unglaublich, und die vielen hübschen Städtchen laden zum Bleiben ein. Es wird sogar einiges für Familien geboten, weshalb sich auch mit den Kindern eine Reise in diesen Teil Belgiens durchaus lohnen würde.
Unterkunft
Falls Ihr Euch fragt, wo wir genächtigt haben: Das Bed & Breakfast Au doux Chardon, etwas außerhalb von Durbuy ,hat uns echt überrascht. Von der Straße aus eher unscheinbar, entpuppt sich diese Unterkunft als kleines Juwel. Die Zimmer sind schlicht gehalten, doch es ist alles vorhanden, was man braucht. Schon bei der Begrüßung merkten wir, wie viel Liebe in dieses alte Gemäuer gesteckt wurde. Das Frühstück war sehr gut und die Lage am Fluss absolut idyllisch.
Ich würde sagen, wir haben das Beste aus diesen zwei Tagen herausgeholt, oder was meinst Du? Und welche Orte in Belgien sind Deiner Meinung nach ebenfalls eine Reise wert? Lass es mich wissen.









Spannende Gegend!
Ja, absolut. Und es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Man sollte sich ruhig ein paar Tage Zeit nehmen, um die Gegend zu erkunden.