5 Tipps fürs Fliegen mit Kindern & DIY Wundertüte für den Flug

Bald ist es so weit: Unser vierter Flug mit den Kindern steht an. Ich freue mich auf die bevorstehende Reise, doch ich gebe es ganz ehrlich zu: Mit den Kindern zu fliegen, stimmt mich auch immer ein wenig nervös. Dabei hat es bisher doch im Großen und Ganzen recht gut geklappt, die Kinder währende des Fluges bei Laune zu halten. Die Flugdauer nach Mallorca dauert mit knapp zweieinhalb Stunden allerdings auch nicht allzu lange. Auf unserem bevorstehenden Flug nach Kos gilt es jedoch, eine satte Stunde länger zu überdauern.  Daher frage ich mich – und Ihr Euch vielleicht auch: Wie kann man den Flug so angenehm wie möglich für die ganze Familie gestalten? Ich habe mich hingesetzt und meine Gedanken dazu einmal zusammengetragen.

1. Was sollte bei der Buchung beachtet werden?

Wenn es möglich ist, bucht einen Abflug der zeitlich gut auf Euer (Klein-)Kind abgestimmt ist. Wenn Euer Kind zum Beispiel noch einen Mittagsschlaf macht, wäre es günstig zu dieser Zeit zu fliegen. Wichtig ist auch, einen Direktflug zu buchen, um sich selbst und dem Nachwuchs den Stress, der durch das Umsteigen und die Wartezeit entsteht, zu ersparen.

Kinder unter zwei Jahren sitzen im Flieger grundsätzlich auf dem Schoß ihrer Eltern. Unser Tipp ist es hier, Plätze in der ersten Reihe (Eltern-Kind-Reihe) zu buchen, da es dort nicht nur mehr Beinfreiheit gibt, sondern man auch mal die Möglichkeit hat, aufzustehen. Wir empfanden das immer als sehr praktisch hilfreich.

Was uns persönlich betrifft … fliegen wir gern schon ganz früh um sechs Uhr am Morgen los. So wird es auch dieses Mal wieder sein. Ansonsten gab es nämlich bloß Flüge am Abend, was bedeutet, wir würden erst mitten in der Nacht das Hotel erreichen. Mit Kindern eine denkbar schlechte Situation. Wir hielten es daher für die bessere Variante, den frühen Flug zu nehmen. Dieses Jahr haben übrigens zum ersten Mal beide Kinder einen eigenen Sitzplatz. Letztes Jahr musste die Kleine noch auf dem Schoß sitzen. Ich denke, dass es so angenehmer für alle ist – auch wenn es dafür leider auch teurer ist. Der Sitzplatz muss schließlich bezahlt werden.

Tipp: Wenn ihr mit Kleinkind reist, lohnt sich auf jeden Fall der Aufpreis für Sitzplatzreservierungen. So kann die ganze Familie zusammen sitzen und es ist für alle entspannter.

2. Vor dem Abflug

Es ist ratsam schon vorher einzuchecken und nicht erst vor Ort am Flughafen. Das spart nämlich nicht nur Zeit sondern schont auch die Nerven. Dies könnt Ihr selbst bequem von zu Hause aus online erledigen. Aber auch das Reisebüro erledigt dies gern für Euch, sodass Ihr am Flughafen nur noch die Koffer abgeben müsst.

Wenn Ihr einen Buggy mitnehmen möchtet, könnt Ihr diesen in der Regel direkt bis zum Flugzeug mitnehmen und diesen vor dem Einstieg an der Tür abgeben. Es besteht auch die Möglichkeit einen Kindersitz mitzunehmen. Informiert Euch dazu vorher bei der Fluggesellschaft.

Außerdem haben wir vorab einen Parkplatz in Flughafennähe gebucht, wo unser Auto während unseres Urlaubs sicher und bewacht stehenbleiben kann. Von dort aus werden wir mit einem Shuttle-Transport bis vors Terminal gefahren (und nach unserem Rückflug auch wieder abgeholt). Die Parkhäuser, die sich in direkter Nähe des Terminals befinden, sind in der Regel deutlich teurer.

Was uns persönlich betrifft … Wir haben bereits online eingecheckt. Es müssen quasi nur noch die Koffer gepackt werden und dann geht es in die Luft! Aber zuvor muss noch an ein paar andere Dinge gedacht werden.

3. Überlebenswichtig: Ausreichend Verpflegung für die immer hungrigen Mäuler!

Natürlich muss auch an die Verpflegung gedacht werden. Ohne geht es einfach nicht. Leider bieten die wenigsten Fluggesellschaften heutzutage noch kostenfreie Snacks oder gar Menüs an (dabei fand ich die damals immer so toll). Es besteht jedoch die Möglichkeit, vorab online oder auch über das Reisebüro ein Menü zu buchen, was zwar nicht unbedingt günstig ist, jedoch ungemein praktisch – denn umso weniger muss man vorher selbst organisieren. Einige ausgewählte Snacks kann man auch direkt im Flieger von der Menükarte bestellen. Es ist jedoch auch erlaubt, sein Essen selbst mitzubringen. Hierbei sollte man aber auf feste Nahrung achten, den Flüssiges oder cremige Speisen sind nur begrenzt erlaubt (bis einhundert Milliliter) und müssen in einem durchsichtigen Zip-Beutel mitgeführt werden. Man kann sich natürlich auch in einem der Cafés am Flughafen hinter der Sicherheitskontrolle mit Verpflegung für den Flug eindecken.

Getränke darf man nicht von zu Hause mitbringen. Es gibt nur eine Ausnahme: Die Trinkflasche des Babys beziehungsweise Kleinkindes. Die kommen in der Regel problemlos mit an Bord, zumindest bis zu einem gewissen Alter.

Was uns persönlich betrifft … werde ich für die Kinder eine gut gefüllte Snackbox zusammenstellen, mit allerlei Dingen, die sie gern essen. Damit wären die beiden auf jeden Fall schon mal versorgt. Mein Mann und ich werden uns jedoch ganz sicher etwas von der Menükarte an Bord bestellen.

Extra-Tipp: Ein leerer, wiederverwendbarer Trinkbecher- bzw. Flasche ist Gold wert. Nach der Sicherheitskontrolle könnt ihr ihn auffüllen lassen und habt so immer Wasser parat.

4. Was muss ins Handgepäck?

Im Handgepäck sollten alle (lebens)wichtigen Dinge untergebracht werden, die man mit Kindern nun mal so braucht. Zu empfehlen ist in jedem Fall Wechselkleidung und, falls noch nötig, natürlich auch Windeln und Feuchttücher. Außerdem, wie gerade bereits erwähnt, Babynahrung und/oder Snacks und unbedingt auch Spielzeug und Bücher, um die Kinder bei Laune zu halten. Hier gilt die Regel: Nehmt so viel mit wie nötig – und so wenig wie möglich.

Wichtige Medikamente sollten auch unbedingt im Handgepäck untergebracht werden. Denn sollte der Koffer aus irgendwelchen Gründen einmal verlorengehen, steht Ihr nachher ohne da. Und verschreibungspflichtige Medikamente im Urlaubsland zu beschaffen, ist alles andere als leicht. Beachtet bitte unbedingt, dass Flüssigkeiten im Handgepäck nur in Behältnissen von einer Füllmenge mit bis zu 100 Millilitern mitgenommen werden dürfen. Diese müssen zusätzlich in einem 1 Liter- Zip-Beutel eingetütet sein.

Was uns persönlich betrifft … werden mein Mann und ich jeweils einen Rucksack mit allen nötigen Dingen füllen. Die Kinder nehmen jedoch keinen eigenen Rucksack mit, damit die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo etwas verloren geht, so gering wir nur irgend möglich ist.

5. Damit keine Langeweile aufkommt

Nun kommt ein letzter, aber sehr wichtiger Punkt: Das Unterhaltungsprogramm für die Kleinen. Je nach Vorlieben Eures Kindes, variiert das natürlich stark. Doch die meisten Kinder malen gerne, deshalb sollten Malsachen auf jeden Fall dabei sein. Ein Malbuch, das sie noch nicht kennen, und ein Mäppchen mit Buntstiften ist schon mal die halbe Miete. Auch ein neues Buch kommt sicher gut an, am besten eines mit vielen Klappen, damit die kleinen Hände beschäftigt bleiben. Stickeralben sind auch sehr beliebt und sorgen sicher eine Weile für Beschäftigung. Ein paar Pixi-Bücher mit schönen Geschichten mögen die meisten Kinder auch – diese sind vor allem praktisch, weil sie so klein, leicht und handlich sind. Die sollte man als Mama sowieso immer in der Tasche haben. Man weiß nie, wann man sie mal gebrauchen kann!

Was uns persönlich betrifft … gebe ich offen zu, dass wir keine Gegner von digitalen Medien sind – in Maßen finden wir es völlig okay, vor allem auf Reisen. Wir werden daher die Kinder-Tablets mit ein paar ausgewählten Filmen dabei haben. Natürlich müssen auch Kopfhörer mit dabei sein, damit die anderen Fluggäste sich nicht gestört fühlen. Außerdem gibt es für jedes Kind ein neues Buch mit jeweiligen Themen, die gerade hoch im Kurz stehen, und ein Stickeralbum (unser Geheimtipp, der echt immer geht).

Zum ersten Mal probiere ich aber auch etwas Neues aus – und zwar das hier:

DIY: Wundertüte für die Flugreise

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Die Wundertüte fürs Flugzeug

Ich habe für beide Kinder eine eigene Wundertüte zusammengestellt, die für Beschäftigung auf dem Flug sorgen soll. Dazu habe ich farbige Papiertüten besorgt und sogar passende Aufkleber zum Verschließen gefunden. Gefüllt habe ich sie mit lauter spannenden Kleinigkeiten und ein paar Süßigkeiten. Hier verrate ich Euch, was alles in die Tüte kam.

Eingetütet:

Der Clou: Die Kinder dürfen ihre Tüte erst im Flugzeug öffnen – das steigert die Spannung und macht den Start in den Urlaub gleich doppelt schön.

Den Inhalt der Tüte könnt Ihr natürlich nach eigenen Bedürfnissen variieren. Aber ich denke, bei dieser Zusammenstellung, ist auf jeden Fall etwas dabei, was den Kindern Freude bereitet.

Noch ein paar Extra-Tipps aus Erfahrung

  • Ohren schützen: Gerade beim Start und bei der Landung hilft Kauen oder Trinken gegen den Druck auf den Ohren. Älteren Kindern kann man Kaugummis geben, Kleinkinder trinken am besten aus der Flasche oder am Becher.

  • Kleidung: Zwiebel-Look ist ideal – denn im Flugzeug ist es oft kälter als erwartet. Eine dünne Decke kann Wunder wirken. Wenn noch Platz im Rucksack ist, solltet ihr unbedingt eine mitnehmen.

  • Freundlich bleiben: Auch wenn es stressig wird – ein Lächeln gegenüber dem Bordpersonal (und den Mitreisenden) kann viel bewirken.

Nach der Landung

Geschafft! Jetzt heißt es: durchhalten bis zum Hotel. Ein kleiner Snack, frische Luft und etwas Bewegung helfen, wieder Energie zu tanken. Wenn möglich, lasst die Kinder kurz rennen, bevor ihr euch ins Taxi oder den Bus setzt – das ist dringend nötig nach dem langem Sitzen.

Mit Kindern zu fliegen ist eine Herausforderung, aber auch ein kleines Abenteuer. Mit etwas Vorbereitung, einer Portion Gelassenheit und einer Prise Humor klappt es meist besser, als man denkt. Und am Ende zählen nicht die stressigen Minuten im Flieger, sondern die Erinnerungen an eine schöne gemeinsame Reise.

Und nun bleibt nur noch eines zu sagen:

Wir wünschen Euch einen guten Flug!

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Die Idee mit der Wundertüte habe ich bei MädchenMutter entdeckt.

4 Gedanken zu “5 Tipps fürs Fliegen mit Kindern & DIY Wundertüte für den Flug

  1. Ich würde Auch nervös …stellt dir mal vor Washington für eine riesige Wundertüte ich brauchen werde um von Argentinien nach Deutschland Zu fliegen!!!!
    Eine Tolle Idee das mit ser Tüte.
    Danke

    • Oh ja…so eine weite Reise würde ich mich in naher Zukunft auch nicht trauen mit den Kindern anzutreten. 😉 Hat mir jetzt schon gereicht.

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